News - 29.09.2020 Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hat im Rahmen der Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel!“ das von Dussmann Service betriebene Mitarbeiterrestaurant der Evangelischen Kirche Berlin in Berlin besucht.

Laut einer Studie des Johann Heinrich von Thünen-Institut (TI) im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft fallen in der Außer-Haus-Verpflegung 14 Prozent der gesamten Lebensmittelabfälle in Deutschland an. Mit der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung nimmt Bundesernährungsministerin Julia Klöckner diesen und alle weiteren Sektoren entlang der Wertschöpfungskette in die Pflicht, die Verschwendung zu reduzieren. Denn mit jedem weggeworfenen Lebensmittel gehen wertvolle Ressourcen und Wertschätzung verloren. Deshalb werden in so genannten Dialogforen jeweils konkrete Maßnahmen entwickelt. Im Bereich der Außer-Haus-Verpflegung geben dabei zwölf Demonstrationsbetriebe wichtige Hinweise zur Entwicklung, Evaluierung sowie Optimierung der Reduktionsmaßnahmen.

Einen solchen Betrieb besuchte die Bundesministerin heute zum Abschluss der bundesweiten Aktionswoche ihres Ministeriums Deutschland rettet Lebensmittel!: Das Mitarbeiterrestaurant der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz führt Abfallmessungen im Betriebsablauf durch, leitet daraus Maßnahmen ab und reduziert so erfolgreich seine Lebensmittelabfälle.

Julia Klöckner: „Weggeworfene Lebensmittel zu messen, ist ein wirksames Instrument gegen Lebensmittelverschwendung. Denn oft hat man keine Vorstellung von den Mengen. Sie zu kennen, macht achtsamer. Es steigert das Bewusstsein, dass dadurch wichtige Ressourcen und Wertschätzung verloren gehen. Dabei ist der Außer-Haus-Bereich ein entscheidender Multiplikator, ob in der Kommunikation mit den eigenen Mitarbeitern, den Gästen oder in die Gesellschaft hinein. Und die Ergebnisse zeigen: Wir sind auf einem guten Weg! In den bundessweit 12 Modellbetrieben sind durch die Maßnahmen im Schnitt 25% weniger Lebensmittelabfälle angefallen.“

Dialogforum Außer-Haus-Verpflegung Ziel des Dialogforums ist es, wirksame Instrumente zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung zu entwickeln und in einer verbindlichen Zielvereinbarung festzuhalten. Dafür werden unter anderem in zwölf Modellbetrieben Abfallmessungen durchgeführt. Die Abfälle werden im Lager, der Produktion, der Ausgabe und beim Tellerrücklauf erfasst – mit verschiedenen Maßnahmen sollen sie verringert werden. Dadurch konnte eine durchschnittliche Reduzierung der Lebensmittelabfälle von 25 Prozent erreicht werden.

Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung Mit der Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung will das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Lebensmittelverschwendung in Deutschland pro Kopf auf Handels- und Verbraucherebene bis 2030 halbieren und entlang der Lebensmittelversorgungskette reduzieren. Es nimmt dabei neben den Verbraucherinnen und Verbrauchern auch Akteurinnen und Akteure aus der Produktion, der Verarbeitung, dem Handel sowie der Außer-Haus-Verpflegung in die Verantwortung. In verschiedenen sektorspezifischen Dialogforen werden Maßnahmen erarbeitet, die in branchenspezifischen Zielvereinbarungen festgelegt werden sollen.

In Berlin präsentierten Bundesernährungsministerin Julia Klöckner, Dussmann-Geschäftsführer Harald Fischer, Geschäftsführer Torsten v. Borstel, United Against Waste e. V. und DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges sowie das Dussmann Team vor Ort einen Modellbetrieb, der aktiv gegen Lebensmittelverschwendung vorgeht. Für Dussmann-Geschäftsführer Harald Fischer ist es „eine Frage der Verantwortung, so wenig wertvolle Lebensmittel wie möglich zu entsorgen und das Produkt nachhaltig einzusetzen.



DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges unterstreicht die Bedeutung des Verein United Against Waste - als Gründungsmitglied unterstützt Frau Hardges nicht nur den Verein United Against Waste - als Jury-Mitglied wählt Sie innovative Projekte beim Bundespreis #zugutfürdietonne aus
Foto: BMEL / Thomas Trutschel / photothek.net

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